Cache directory "/home/u0010775966/public_html/irgendwo/wp-content/plugins/ttftitles/cache" is not writable.irgendwo in Lappland (26.11.-2.12.)

geschrieben am 10. Dezember 2009 um 1:07 Uhr

Im übrigen wurde ich darauf hingewiesen, dass ich gerne “im übrigen” verwende. Im übrigen stört mich das nicht weiter, sollte jemand weitere Beobachtungen machen, bitte melden, ich werde mich dann vielleicht sogar bemühen andere Floskeln zu finden.

Lappland war in der Tat interessant, lustig und die Landschaft sehr schön, empfehlenswert für jeden der ein Urlaubsziel sucht. Obwohl Ende November war es recht warm mit einigen wenigen Minusgraden, Schnee lag auch etwas zwischen 10-15cm.

lappi-tripZur Übersicht gibt’s dies mal eine kleine Landkarte, los ging es am Donnerstagabend in Tampere (das untere Ende der roten Linie auf der Karte) los mit einigen Zwischenstationen sind wir gegen 9Uhr am Freitagmorgen in Rovaniemi angekommen. Nach einer kleinen Runde durch die Stadt, Kaffee und Snack ging es mit Führung durch das Arktikum. Recht interessantes Museum zur Geschichte Lapplands, Rovaniemis und der Sami in der nördlichen Region (Finnland, Norwegen, Russland und Schweden). Somit war der Grundstein für Informationen rund um die Sami gelegt, weiteres folgt dann immer Kleckerweise über die nächsten Tage. Am Nachmittag ging es dann zum deutschen Spezialitätenhandel und einem der beliebteren finnischen Läden, gefolgt von ca. weiteren 5 Stunden Fahrt von Rovaniemi, über Ivalo und Inari (am unteren Zipfel des roten Rundweges im oberen Drittel) zum Vasatokka Youth Center (gleich bei Inari).

Beinahe vergessen, wir haben zwischendurch im Weihnachtsmann-Dorf gestoppt. Nein ich hab den Weihnachtsmann nicht gesehen, der hat nämlich gerade Pause gemacht als wir angekommen sind. Aber ansonsten gab es genügend andere Interessierte denen man den Platz in der Warteschlange nicht nehmen wollte. Es ist alles recht schick gemacht, vielleicht hat der ein oder andere ja Glück mehr Fotos zu sehen. Hauptaugenmerk scheint Tourismus zu sein, irgendwie muss der Weihnachtsmann ja die ganzen Geschenke bezahlen können die er so verteilt und Touristen sind bekanntlich recht willig Ersparnisse mit anderen zu teilen :-) . Es haben sich glaube ich einige Grüppchen gefunden, die ein Foto mit Joulupukki ergattern konnten, deren aussage nach habe der Gute auch mehrere Sprachen beherrscht (z.B. Englisch, Deutsch, Polnisch, Spanisch war nich irgendwas und natürlich Finnisch!). Bei Betrachtung der Lage des Dorfes ist es sehr verwunderlich, wie der alte Mann jeden Tag den Weg zur Arbeit bewältigt, wenn man den Finnen glauben schenkt dann wohnt der Joulupukki nämlich nicht im Weihnachtsmanndorf, sondern auf einem Hügel bei Korvatunturi (Ost Lappland). Da würde man immerhin auf eine einfache Strecke von 230km kommen, 2mal am Tag so eine Strecke pendeln und das ohne Straße im Rentierschlitten – wer weiß wie bequem das ist – zum Glück hat er ja fliegende Rentiere.

Zum Ende des Tages sind wir immerhin (Das Wort benutze ich glaube auch recht gerne.) alle an unseren Zielorten angekommen. Bus 2 von 3 hat einen anderen See angesteuert, was man so gehört hat war es dort sehr weihnachtlich :-D . Freitag noch Sauna, Notruf und Ambulanze und dann irgendwann Ende.

Samstag war ausschlafen (bis 8.30Uhr) dran, Glück gehabt und in Gruppe 2 eingeteilt worden. Dann gab es ab 10 einen kleinen Langlauf-Skikurs, es war immer noch nicht hell draußen. Gegen 11 hat sich langsam die Nacht verzogen und ist einem grauen Himmel gewichen, nach Mittagessen ging es nachmittags zu einer Rentierfarm, betrieben von Sami. Noch im Hellen angekommen haben wir einige lebende Rentiere sehen können, es gab auch eine Runde Rentierschlittenfahrt für jeden. Alle sind auf dem Boden geblieben, eines der Tiere war es dann auch Leid und hat gestreikt und wollte nicht weiter mitspielen und wurde ausgetauscht. Füttern war auch möglich – ganz unfinnisch gab es das Futter dafür gratis. Rentier an sich ist schön flauschig und fühlt sich noch besser an, wenn es nicht gerade nass ist. Im Anschluss gab es Kaffee, Tee und Kekse. Etwas mehr zur Geschichte der Sami und den unterschiedlichen Sprachen und die Anerkennung als Minderheit, sowie bissel Gesang. Im Anschluss, mitten in der Einöde noch einer kleiner Handarbeitsladen, bei dem man sogar wieder mit Kreditkarte bezahlen konnte. In Deutschland unvorstellbar.

Sonntag früh Aufstehen bzw. Schlafplatzwechsel in den Bus, es ging zum Arktischen Ozean nach Norwegen. Auf der Karte ist das der rote Kreisel oben, auf der einen Strecke ging es über Utsjoki an einem der ältesten Plätze vorbei, wo die Sami erstmals feste Behausungen hatten und Rückzu auf der rechten roten Linie wieder zurück über Inari zu unserem Häuschen nach Vasatokka. Am anfang waren bei uns im Bus noch so ca. 75-90% willig und freudig im Meer schwimmen zu gehen, die Begeisterung hat während der Fahrt abgenommen, ich hab mich beim Aussteigen aus dem Bus dagegen entschieden, zu kalt, zu windig und zu faul um zu erfrieren. Dafür hab ich einige Fotos von denen die sich getraut haben ins Wasser zu rennen.
Am Abend nach der Rückkehr das übliche Programm, Essen, Sauna und was trinken. Letzteres beides auch gern kombiniert.

Nachdem vielen rumgesitze gab es tags drauf mehr Aktivität, wir haben versucht ein Quinzhee zu bauen, sah am Ende gar nicht so übel aus, obwohl Schnee schon fast etwas Mangelware war auf dem See. Irgendwann sind wir dazu übergegangen Löcher ins Eis zu bohren und haben Eis-angeln probiert. Die Gruppe nach uns hatte glaub ich sogar Glück und hat einen nicht-der-Rede-wert großen Fisch gefangen – Highlight!!! Feuer machen war auch nach kurzer Einweisung eine nicht so schwere Übung, wenn man den Kniff kapiert um es nur mit einer Streichholzschachtel bewaffnet zu schaffen. Mittag gab es am Feuer und dazu Kaffee und warmen Saft/Tee. Kleiner Orientierungslauf durch den Wald und Stationen finden und schwupps war es wieder Dunkel. Der Blick auf die Uhr verriet kurz nach 15Uhr.

Die letzte Nacht in Vasatokka, laut Wettervorhersage 50:50 Chance für Schneefall oder Nordlicht, das Foto lässt erahnen, welches von beiden eingetreten ist – Schnee.
Aufgrund der Ambulanz am ersten Abend hatten wir noch Besuch von Marko wegen etwas Papierkrams. Er hat uns dann auch noch einiges über die Sami erzählt und die Kultur und wie man als Normal-Finne mit der Dunkelheit klarkommt – und dass es im Sommer den ganzen Tag wirklich richtig hell ist. Am Abend wieder Sauna, dies mal mit 4facher Abkühlung im 50m von der Sauna entfernten See – beim 4. kommt es einem auch nicht mehr ganz so eiskalt vor, die Tage davor war ich leider immer nur einmal im See.

Auf dem Weg zurück haben wir in Sääriselkä gestoppt, für alle Interessierten gab es die Chance auf eine Husky-Schlitten-Fahrt, eine Fahrt mit’m Schneemobil, Downhill-Ski fahren, ins Spa gehen oder rumsitzen und Kaffee/Tee/Schokolade trinken.

Auf der Rückfahrt haben wir dann u.a. Bus 3 wieder getroffen, aber auch nur, weil der gerade Rentiere getroffen hatte – nein im Bus ist wohl niemanden was passiert und was einem Rentier passiert wenn es einen Bus trifft brauch man wohl nicht weiter ausführen.

Mittwoch waren wir kurz vor unserem Zeitplan wieder früh in Tampere und Mittag gings wieder zum Finnisch-Kurs. Meine Handschuhe riechen immer  noch nach Husky, die scheinen sich vor der Waschmaschine versteckt zu haben.

Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke von der ganzen Reise.

lappi-collage

2 Kommentare zu “irgendwo in Lappland (26.11.-2.12.)”

  1. michaaaaaaa – wie soll man den auf den bilder was erkennen!!

  2. Na irgendwas wollte ich mir zur Not noch zum zeigen aufheben :D

Kommentar schreiben